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WAS IST DAS BILDUNGSMODUL?
Das Modellprojekt „Jugendfeuerwehren - strukturfit für Demokratie“ basiert auf zwei inhaltlichen Säulen. Zwei Arbeitsgruppen diskutieren und erarbeiten zwei verschiedene Möglichkeiten, um das Thema Demokratieförderung innerhalb der Jugendfeuerwehren transparenter zu gestalten und stärker auszubauen. Eine von diesen beiden Arbeitsgruppen beschäftigt sich mit dem so genannten Klingelknopf, und die andere Arbeitsgruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Bildungsmodul zu erarbeiten. Doch was bedeutet das? Angehende Jugendgruppenleiter/innen, die sich in der Jugendarbeit der Feuerwehr engagieren möchten, durchlaufen die bundesweit anerkannte und pflichtmäßige JuLeiCa-Ausbildung. Speziell für diese JuLeiCa Ausbildung sollte im Rahmen des Modellprojekts ein eigenes inhaltliches Modul entwickelt werden, das die vorhandene JuLeiCa-Ausbildung um das Thema „Umgang mit Rechtsextremismus“ erweitert. Bereits im ersten Jahr des Modellprojekts hat die Arbeitsgruppe festgestellt, dass es viel mehr gibt, als eine inhaltliche Ausbildungseinheit. Aus der anfänglichen Idee, ein einzelnes Bildungsmodul zu entwickeln, wurde das Konzept für ein vollständiges Trainingshandbuch mit zahlreichen Fallbeispielen, Argumentationshilfen, Spielvorschlägen und Methoden rund um die Arbeit zum Thema Demokratie Lernen und Handeln gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Heterosexismus oder Sexismus. Damit ist das Handbuch auch über die JuLeiCa-Ausbildung hinaus nutzbar. Der umfangreiche Methodenteil ist für Jugendgruppenleiter/innen vor Ort damit ein besonders gutes Handwerkszeug. Das Handbuch ist kürzlich erschienen. Detaillierte Informationen gibt es im Bundesjugendbüro der Deutschen Jugendfeuerwehr. Hier findest Du das PDF zum Download
WAS HAT DIE JULEICA-AUSBILDUNG MIT DEM MODELLPROJEKT ZU TUN?
Die JuLeiCa steht als allgemeingültige und anerkannte Jugendgruppenleiterausbildung in der Jugendverbandsarbeit. Die Ausbildung erfolgt nach festgeschriebenen Standards und umfasst mindestens 40 Stunden. In dieser Zeit haben sich die Teilnehmer/innen mit Themen wie Gruppenpädagogik, Aufsichtspflicht, Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, Methoden und vielen anderen Inhalten beschäftigt. Jeder Jugendverband kann seinen zukünftigen Jugendgruppenleiter/innen die JuLeiCa-Ausbildung anbieten und diese verbandsintern durchführen. Die Deutsche Jugendfeuerwehr hat im Rahmen des Modellprojektes in der Arbeitsgruppe Bildungsmodul ein Trainingshandbuch erarbeitet, das die JuLeiCa-Ausbildung in den Jugendfeuerwehren zukünftig um das Thema „Umgang mit Demokratie und gegen Rechtsextremismus“ erweitern soll. In Form eines Handbuches bekommen die JuLeiCa-Ausbilder/innen und Jugendgruppenleiter/innen eine Materialsammlung an die Hand, die es ihnen ermöglicht, mit wenig Aufwand und ohne die anderen Inhalte zu kurz kommen zu lassen, ihre Lehrgänge und ihre Jugendarbeit um gezielte Präventionsarbeit zu ergänzen. Die Deutsche Jugendfeuerwehr hat es sich damit zum Ziel gemacht, mit dem Modellprojekt „Jugendfeuerwehren - strukturfit für Demokratie“ dort Demokratie erfahrbar zu machen, wo die Zukunft gebildet wird: In der Ausbildung zum Jugendgruppenleiter bzw. zur Jugendgruppenleiterin und in der alltäglichen Jugendarbeit vor Ort.



