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Der Aussenblick
Erste Ergebnisse der Wissenschaftlichen Begleitung erschienen

Zwei Jahre läuft das Modellprojekt „Jugendfeuerwehren – strukturfit für Demokratie“ schon, und es ist viel passiert seitdem: In der Projektsäule „Bildungsmodul“ ist die JuLeiCa-Handreichung erschienen. In der Projektsäule „Kommunikationsmodell“ arbeiten tagtäglich Expertengruppen in allen beteiligten Ländern an der Ausbildung und Qualifizierung von Arbeitsgruppen, die in den Jugendfeuerwehren für das Thema Rechtsextremismus sensibilisieren und Hilfe anbieten, wenn diskriminierendes Verhalten in einer Gruppe vorkommt.

Darüber hinaus entwickeln sie Online-Meldeformulare, über die rechte Vorfälle gemeldet und gemeinsam mit Partnern im Land bearbeitet werden können. Wie wirkungsvoll diese beiden Projektsäulen sind, und wie die Verantwortlichen in den Jugendfeuerwehren damit umgehen, erforscht seit Projektbeginn im Dezember 2008 die Wissenschaftliche Begleitung von der Philipps-Universität Marburg.

 

Das Team rund um Prof. Dr. Benno Hafeneger hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Befragungen, Interviews und Gruppendiskussionen durchgeführt. Die Auswertung einer quantitativen Fragebogenumfrage unter JugendwartInnen und GruppenleiterInnen in den beteiligten Landesjugendfeuerwehren liegt nun vor.

 

Hier einige der ersten Ergebnisse:

  1. Es gibt in einzelnen Jugendfeuerwehren rechtsextreme Vorfälle und Vorkommnisse. Bisher wurde nach diesen Vorkommnissen jedoch wenig Hilfe von externen Kräften in Anspruch genommen.
  2. Die überwiegende Mehrzahl aller Befragten konstatiert Informationsdefizite und Unsicherheit im Umgang mit dem Thema Rechtsextremismus; als Medien und Hilfestrategien für die eigene Qualifizierung werden von den Befragten vor allem Informationsmaterialien favorisiert, gefolgt von Fortbildungsangeboten und der Vermittlung bzw. Einübung von Handlungskompetenzen.
  3. Jugendfeuerwehren verfügen über ein großes zivilgesellschaftliches Potential. Eine große Mehrheit der befragten Jugendfeuerwehrwarte /-gruppenleiter sieht den Rechtsextremismus als Problem und Herausforderung; sie sind bereit ihn zu thematisieren und sich in ihrer Funktion und auch persönlich zu engagieren.

 

Als besonders gut wird die Atmosphäre im Projekt bewertet. Die intensive Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen und Externen motiviert zum weiteren Netzwerken und dem Wunsch, das Thema Demokratie noch viel breitflächiger in der Jugendfeuerwehr zu behandeln. Der Zwischenbericht mit allen detaillierten Ergebnissen steht hier (link) zum Download bereit.

 

 

 
 
 
 
Ergebnisse...

...einer quantitativen Erhebung!