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Klares Signal gegen "Demokratiefeinde"

Die Delegierten der Deutschen Jugendfeuerwehr beschließen am 12. Juni 2010 eine Resolution gegen demokratiefeindliches Verhalten.

 

Mit der Resolution positioniert sich der Jugendverband deutlich gegen die Unterwanderung von Jugendfeuerwehren durch rechtsextremistische Gruppierungen und Personen. "In den Jugendfeuerwehren leben wir ein tolerantes und zivilcouragiertes Miteinander", betont Bundesjugendleiter Johann Peter Schäfer. "Bei uns haben Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung keine Chance!"

 

Die Resolution als PDF zum Downloaden

 

Resolution

 

Das Bildungsprogramm der Deutschen Jugendfeuerwehr schreibt vor, dass die „Jugendfeuerwehrarbeit ausgehend von den Interessen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen Ziele verfolgen soll, die die Arbeit als ganzes zu einem gelingenden Beitrag innerhalb unserer Gesellschaft werden lassen“. Dazu wird an erster Stelle die „Erziehung zu demokratischem Bewusstsein und Beteiligung an demokratischen Prozessen“ genannt. (Helfer in der Jugendfeuerwehr 11-02- 12)

 

Mit der Jugendordnung verpflichtet sich die DJF, zum sozialen und humanitären Engagement beizutragen, das gegenseitige Verständnis der Völker aller Gesellschaftsordnungen zu fördern und sich dem Gemeinwohl und dem Dienst am/an der Nächsten zu widmen.

 

Jugendfeuerwehren müssen sich in ihrer pädagogischen Arbeit nach dem KJHG richten. Das bedeutet den klaren Auftrag zur Vermittlung demokratischer Werte. Damit sind Jugendfeuerwehren aufgerufen, Jugendliche zu kritisch denkenden, mündigen und demokratischen Bürgern zu erziehen.

 

„Einer für alle – Alle für einen!“ als ein Leitspruch der (Jugend-)Feuerwehren heißt

  • Helfen, ungeachtet von Herkunft, Religion, Hautfarbe, sexueller Orientierung…
  • Vielfalt leben und als Jugendfeuerwehr offen sein für Mädchen und Jungen unterschiedlicher Religion, sozialer, kultureller oder nationaler Herkunft, und unterschiedlicher sexueller Orientierung.
  • Demokratie und demokratische Prozesse erlebbar machen  Physische und psychische Gewalt nicht zulassen
  • Offensiv Themen der Mitte der Gesellschaft wie Gewalt, Ausgrenzung, Diskriminierung, Rassismus, rechtsextremen Ideologien und Rechtsextremismus zu bearbeiten und sich klar zu positionieren.

Eine Positionierung heißt, wachsam zu sein, wenn sich demokratiefeindliches Engagement in der Jugendfeuerwehr zeigt.

 

Die Jugendfeuerwehr steht für Zivilcourage, Hilfsbereitschaft und Demokratie. Die engagierten Mitglieder gestalten eine Gemeinschaft, in der Vielfalt und Pluralität geachtet werden. Diskriminierung auf Grund von Nationalität, Herkunft, Geschlecht, Religion oder Hautfarbe und vermeintlich nicht der „Norm“ entsprechenden Mitmenschen stehen im Widerspruch zum Vielfaltgedanken. Schon deshalb schließen sich demokratiefeindliche Agitation und Mitgliedschaft in der Feuerwehr aus.